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Nachhaltigkeit

Altes Handy richtig recyceln: Daten, Akku und Rückgabe

Weiterverwenden, weitergeben oder fachgerecht abgeben: So bereitest du ein ausgedientes Smartphone für seinen nächsten Schritt vor.

Smartphone mit Kreislaufpfeilen als Symbol für Wiederverwendung und Recycling
Smartphone mit Kreislaufpfeilen als Symbol für Wiederverwendung und Recycling · Illustration: Smartphoneklinik

Die Schublade ist keine Kreislaufwirtschaft

Viele alte Smartphones bleiben als Reserve liegen, obwohl sie noch funktionieren oder repariert werden könnten. Bevor du ein Gerät endgültig aussonderst, prüfe den tatsächlichen Zustand. Für eine weitere Nutzung können ein neuer Akku, ein anderer Einsatzzweck oder die Weitergabe an eine andere Person sinnvoll sein.

Das Umweltbundesamt empfiehlt, Smartphones möglichst lange zu nutzen. In den Geräten stecken Materialien und bereits geleisteter Herstellungsaufwand. Recycling bleibt wichtig, holt diesen Aufwand aber nicht vollständig zurück. Ein funktionierendes Gerät sollte daher nicht vorschnell zum Rohstofflieferanten werden.

Vor dem Weitergeben: Daten und Konten

Erstelle zuerst eine Sicherung der Daten, die du behalten möchtest. Kontrolliere die Sicherung, bevor du etwas löschst. Entferne anschließend entsprechend der Herstelleranleitung persönliche Konten und Gerätesperren und setze das Smartphone zurück. Eine Displaysperre allein ist keine Vorbereitung für die Weitergabe.

Denke auch an SIM-Karte, Speicherkarte und eine eingerichtete eSIM. Kläre mit deinem Mobilfunkanbieter, wie du deinen Anschluss weiter nutzt. Bei Firmenhandys gehört die Freigabe durch die zuständige Verwaltung dazu. Wenn du den Bildschirm wegen eines Defekts nicht bedienen kannst, ist eine geplante Datenbehandlung wichtiger als ein unüberlegter Resetversuch.

Vier Schritte: Weiternutzung prüfen, Daten sichern, Konten entfernen, Geeignet abgeben
Die wichtigsten Schritte im Überblick · Grafik: Smartphoneklinik

Fachgerechte Abgabe statt Hausmüll

Smartphones sind Elektrogeräte und gehören nicht in die Hausmülltonne. Das Umweltbundesamt nennt kommunale Sammelstellen und geeignete Rücknahmemöglichkeiten als Wege für Elektroaltgeräte. Erkundige dich bei der konkreten Stelle nach Annahmebedingungen und der Trennung eventuell entnehmbarer Batterien.

Ein fest verbauter Akku sollte nicht von ungeübten Personen herausgehebelt werden. Weise bei der Abgabe auf einen beschädigten, aufgeblähten oder auffällig warmen Akku hin. Ein defekter Energiespeicher braucht einen abgestimmten Umgang; eine gewöhnliche Postsendung ohne Rücksprache ist dafür kein guter Standardweg.

Deine Checkliste vor der Rückgabe

  • Noch nutzbar? Reparatur, Verkauf, Spende oder weitere Nutzung geprüft.
  • Wichtiges gesichert und stichprobenartig geöffnet.
  • Persönliche Konten und Kopplungen nach Herstelleranleitung entfernt.
  • SIM- und Speicherkarten berücksichtigt.
  • Zustand des Akkus der Annahmestelle mitgeteilt.
  • Geeignete Rückgabe statt Hausmüll organisiert.

Häufige Fragen zum Handyrecycling

Werden beim Recycling alle Rohstoffe zurückgewonnen?

Nein. Materialmischungen und technische Verfahren begrenzen die Rückgewinnung. Recycling ist notwendig, ersetzt aber keine möglichst lange Nutzung.

Ist Zurücksetzen immer möglich?

Bei einem nicht mehr startenden Gerät eventuell nicht. Beschreibe den Defekt und deinen Datenschutzbedarf einer geeigneten Fachstelle. Eine bloße Abgabe bestätigt nicht automatisch, dass persönliche Daten gelöscht wurden.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell zusammengestellt. Die verlinkten Herstellerhinweise gelten für die jeweils beschriebenen Modelle; keine Anleitung zum Öffnen eines Geräts.